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Simphiwe Dana
Die südafrikanische Sängerin Simphiwe Dana, eine der wenigen wirkliche großartigen Entdeckungen des Musikjahrgangs 2006, ist anläßlich Ihres grandiosen Abschlusskonzertes der Herbsttour 2006 auf der AVO Session in Basel vom Festival mit dem Award als "beste Newcomerin des Jahres" ausgezeichnet worden. In dem Doppelkonzert mit Miriam Makeba begeisterte sie das Publikum mit einem mitreißenden Live - Set zwischen Jazz, Gopsel, Soul und Jive , der bereits ihre Debut CD "Zandisile" im Sommer in die Jazz- und Weltmusikcharts vobn Europa katapultiert hatte. Gratulation !

Südafrika boomt in wirtschaftlicher wie kultureller Hinsicht, das Land am anderen Ende des afrikanischen Kontinents rückt kontinuierlich mehr in den Blickpunkt des Interesses. Mit der Überwindung der Apartheid wurde der Nährboden für eine kulturelle Expansion gelegt, die spätestens mit der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 auch den letzten Winkel der Welt erreichen wird. Doch bereits jetzt gibt es ungeheures Kreativpotenzial, das Weltniveau besitzt.

Eine der jüngsten Erfolgsgeschichten trägt den Namen Simphiwe Dana, die junge Sängerin mit der tiefen, unter die Haut gehenden Stimme gehört zu den absoluten Shooting Stars der südafrikanischen Musikszene. Ihr Debüt-Album „Zandisile“ erreichte inzwischen Platin-Status

Musikalisch geschult im Kirchenchor ihrer Heimat am East Cape, hört man die Gospel Music auf ihrem Erstlingswerk als deutlichen Einfluss heraus. Mit dem Ende der Apartheid wendete sich Simphiwe Dana zunächst einem Grafik-Design-Studium zu, nach ihrem Umzug nach Johannesburg, der Metropole der südafrikanischen Musikindustrie, erregte sie aber umgehend bei Open-Mic-Sessions die Aufmerksamkeit renommierter Musiker und Produzenten, die letztendlich in die Aufnahmen ihres ersten Albums mündeten. Mit „Zandisile“, stilistisch zwischen Soul, Jazz, Gospel, Hip Hop und traditionellen A-Cappella-Chören angesiedelt, stieg sie vom viel beachteten Newcomer zum Star auf. Bei den South African Music Awards, Südafrikas Äquivalent zum Grammy, bekam sie 2005 die Preise als „Best Newcomer“ und „Best Jazz Vocal Album“, für die Awards als „Beste Komponistin“ und „Beste Künstlerin“ war sie ebenfalls nominiert worden. Alle Songs wurden von Simphiwe Dana selbst geschrieben, einige davon gemeinsam mit großen Namen der südafrikanischen Musikszene wie Produzent Thapelo Khomo, dem Ex-Keyboarder der Kultformationen Stimela und Bayete, oder Carlo Mombelli, der zu den Top-Bassisten in Südafrika zählt. Mit dem früheren Produzenten von Miriam Makeba, Victor Masondo, am Bass und Drummer Isaac Mtshali, der auf Paul Simons „Graceland“ zu hören war, finden sich weitere prominente Künstler auf „Zandisile“.

Als wichtige Einflüsse nennt Simphiwe Dana die Jazzlegenden Lena Horne und Sarah Vaughan, südafrikanische Veteraninnen wie Dorothy Masuka, aber auch Künstler aus den Bereichen Reggae, Jive und traditioneller Xhosa-Musik. Ihren eigenen Stil definiert sie als moderne afrikanische Soul-Musik, ihre Texte sprechen hauptsächlich von der Bedeutung der Tradition, vom Kampf um Selbstbewusstsein und Freiheit, besonders auch der Frauen.
Mit der internationalen Veröffentlichung von „Zandisile“, einer erfolgreichen Europa-Tournee im Sommer und weiteren Daten im Herbst, macht sich die Sängerin aus Johannesburg jetzt daran, auch außerhalb ihrer Heimat zu beweisen, was das Internetmagazin von Südafrikas größtem Online-Provider MWEB über sie schrieb: „The best thing to happen to Afro-soul music since Miriam Makeba.“ Das Album erreichte innerhalb kürzester Zeit hohe Platzierungen in den European World Music Charts sowie den deutschen Jazz und Weltmusik Charts.

Simphiwe Dana sprach mit Unikosmos über ihre Musik und ihre Heimat Südafrika

Nach Miriam Makeba („Pata Pata“), der ersten afrikanischen Sängerin, die den internationalen Durchbruch schaffte, repräsentiert heute die 26-jährige Simphiwe Dana Südafrikas Musikszene. Auf ihrem Debütalbum „Zandisile“ vereint sie den traditionellen Gesang ihrer Heimat mit Jazz, Soul und HipHop. In Südafrika bekam sie dafür bereits Platin. Jetzt wird auch Europa auf diese faszinierende Fusion aufmerksam.

Vor zwei Wochen verließ Simphiwe Dana zum ersten Mal Afrika, um ihre CD in Deutschland zu promoten und mit ihrer Band Konzerte zu geben. „Bis auf eine Ausnahme haben wir überall, wo wir aufgetreten sind, stehende Ovationen bekommen. Das hatten wir nicht erwartet“, staunt die Sängerin. „Mein Eindruck ist, dass man die Künste hier sehr ernst nimmt.“ Obwohl sie das afrikanische Essen und die „Vibes“ von Johannesburg vermisst, gefällt es ihr in Hamburg. „Hier ist es sauberer als Zuhause. Die Menschen sind insgesamt reservierter, aber nicht die Kids - die Kids sind überall gleich!“

Auch aus Gründen der Politik und Emanzipation würde sie gerne mehr international erfolgreiche afrikanische Bands und Sängerinnen sehen. „Für unseren Stolz ist es wichtig, dass wir der Welt zeigen können, wie fähig Afrika ist, welches Talent wir beherbergen, welche Schönheit Afrika besitzt. Als Miriam Makeba damals den Durchbruch schaffte, hat es dem Land viel bedeutet. Es hat Afrika auf die Landkarte gesetzt und auch Aufmerksamkeit auf Probleme des Landes gelenkt.“ Jetzt ist Simphiwe Dana das Sprachrohr Südafrikas.

 

Bei Interesse würde Ich mich freuen von Ihnen zu hören.

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