AKUELLES BOOKING ANGEBOT: 2007
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Rudolf Manfred : management & director events and booking

Virginia Mukwesha

Mbira-Virtuosin und Sängerin aus Zimbabwe

Auf dem Land und in der Hauptstadt Zimbabwes im südlichen Afrika in einer Familie von Musikerinnen, Hebammen, Kräuterfrauen und Geistheilerinnen aufgewachsen, spielt ‚Virginia Mukwesha seit ihrem 12. Lebensjahr funktionelle Musik auf Zeremonien des Shona/Mbire-Volkes. Zur Mbira (Lamellophon/Daumenklavier) singt sie, trommelt auf Ngoma und ist ausserdem eine der besten Hosho-Rassel-spielerinnen des Landes. Sie vertiefte ihre Kenntnisse durch ein Studium am Zimbabwe College of Music, ist aber auch Mitglied der "Zimbabwe National Traditional Healers Association" und sammelte Erfahrung bei Auftritten in der Band ihrer Mutter

Mbira-Musik entstammt der Khoisan-Buschmann-Kultur und ist so dreissig oder mehr tausend Jahre alt. Neben Heilung, innerer Ruhe und Trance bewirkt Mbira die alltägliche Kommunikation mit den lebenden Geistern gestorbener Ahnen durch Besessenheit von Medien. Ca. 50 Mbira-Spiel-Muster rufen die Geister der Toten herbei. Die Kreativität der Musiker beseht in der Komposition von Variationen dieser klassischen Stücke und im freien Gesang.

Neben ihren Tätigkeiten als traditionelle Mbiramusikerin und Assistentin ihrer heilenden Großmutter, spielte und sang Virginia Mukwesha bei Konzerten und Aufnehmen in Afrika und Europa in der Mbira-Pop-Band ihrer weltbekannten Mutter Stella Rambisai Chiweshe. Mit 13 tritt sie zum ersten Mal im Fernsehen (ZBC) auf. Mit 14 steht sie zum ersten Mal in einem Tonstudio.

Gleichzeitig kämpfte sie bei ländlichen Jiti-Vollmondparties in Tanz- und Provokationswettkämpfen gegen ihre männlichen Altersgenossen. Absolute Ausnahme für Afrika: Bei Jiti trommeln, singen und tanzen Frauen und Männer im selben Rhythmus. Die Jiti-Party ist der einzige Ort auf dem Land, an dem sich Singles beiderlei Geschlechts frei begegnen können. Der Jiti-Tanz ist eine bestimmte Art des Solo- und Gegeneinander-Paar-Tanzens, bei der Mann und Frau zeigen

müssen, wie gut sie ihren Körper bewegen können – natürlich auf möglichst aufreizende und skandalöse Art. Jiti ist ein musikalischer und verbaler Kampf zwischen Lead-Sängerin/Master of Ceremony/Tänzer/TrommlerIn und einem antwortenden Publikum aus Stimmen, Instrumenten und tanzenden Körpern. Im Befreiungskampf sang, spielte und tanzte sie Jiti-Musik auf den Pungwe Versammlungsparties der Freiheitskämpfer.

Die Freiheit des Jiti inspirierte Virginia Mukwesha dann, mit der Elektrifizierung der Kampftänze den "City-Jiti" zu kreieren: Sie schrieb hyper-provokative Texte voll bissigen Humors, triefender messerscharfer Kritik an – nicht nur –afrikanischer Männerwirtschaft und bloßstellendem, augenzwinkerndem Vergnügen an menschlichen Schwächen. In Zimbabwe unerhört und skandalös war schon ihr öffentliches Singen der Namen männlicher Liebhaber. Mit diesen Texten eröffnete sie vollkommen neue Perspektiven für das Frauenimage in der zimbabwischen Musikszene, waren sie doch vorher nur als Prostituierte auf der Bühne zugelassen worden. Auf der Basis original getrommelter, treibender Jiti-Rhythmen komponierte sie Parts neuer Jiti-Instrumente wie Marimba, E-Gitarre und –Bass, sowie Schlagzeug.


1992 veröffentlichte sie ihr Debutalbum "Farai" – ohne Mbira – aber mit einer Selektion von jungen Marktfrauen, die als Response-Chor den Biss auf die zimbabwischen Männer verstärkten. Zwei kongeniale Marimbaspieler und Musiker, die den Kern ihrer eigenen Band bilden sollten, schufen rauhe und packende Tanzmusik. International war "Farai" ein Erfolg:

Platz 4 der World Music Charts Europe und Kritiken der Weltmusikpresse:

"Tanz-Rhythmen wie wichtige Kommentare zu drängenden Problemen der modernen Gesellschaft Zimbabwes" (The Beat/Los Angeles)

"Ein rigoros moderner Sound, der aber auch die Vergangenheit nicht aus den Augen lässt." (Folkroots/London)

"Typisch urbanes Klanggewebe mit Rock’n’Roll Spirit und vitalen Folkwurzeln". (ME/Sounds)

National fanden weder "Farai" noch das Nachfolge-Album "Chamu" – "Seit langer Zeit die beste Platte aus Zimbabwe" (Tradewind/London) – eine Plattenfirma, obwohl Virginia Mukwesha "Chamu" mit der Band des wichtigsten Musikers des Landes – Oliver Mutukudzi – aufgenommen hatte. Der Grund: Die Texte seien "zu modern"! 1995 veröffentlichte Virginia Mukwesha dann "Chamu" auf eigenem Label in Europa.

Auf "Chamu" fanden sich Elemente aus der Mbiramusik im Jiti Mukweshas ein. Mehrere Stücke des Albums wurden von größeren Firmen für Compilations lizensiert. Der Titel "Pegumberere" tauchte als 12"-Auskoppelung in den Top Ten von Kolumbien auf und lieferte frühen Rohstoff für die Ciampeta-Musik der Afro-Kolumbianer.

Mit dem Album "Tsika" krönte Virginia Mukwesha 1999 ihre Jiti-Trilogie. Es mischte Jiti mit tiefen Mbirabeats und Elementen der kongolesischen Soukousmusik. Es wurde mit ihrem "Jiti Dance Express" aufgenommen. Mit dieser Formation hatte sie mehrere Europatourneen gemacht und das Repertoire von "Tsika" ausreifen lassen. "... hört man genauer hin, ergibt sich durch die stete ostinatohafte Energie der Lieder schon auch eine gewisse Angriffslust – eine Lust, die Welt und ihre Ungerechtigkeiten zu ändern" (Albert Hosp/Südwind)

Vorher hatte sie 1996 "Matare" veröffentlicht. Sieben Mbiras spielen nonstop 1 Stunde die Kraft-Musik der Geisterzeremonien - ohne Gesang, eine Komposition von Mukwesha aus Motiven der wichtigsten Mbiralieder. Zum ersten Mal machte "Matare" die "echte" Mbiramusik ausserhalb einer Zeremonie hör- und wahrnehmbar. "Pure Magie" urteilte Folkroots

Wie alle Mbiraspieler kann Virginia Mukwesha im Schlaf spielen und im Traum singen. Während fast alle von Männern gesungenen Mbira-Songs von Armut, Krieg und Leid handeln, singt Virginia Mukwesha auch von Witz, Freude, Glück und Liebe. Ihr Mbirastil heißt "Sunungukai: Musik, bei der ein Stein vom Herzen fällt."

Auftritte Neben Tourneen mit ihrer Band "Jiti Dance Express" tritt sie solo und in verschiedenen Formationen auf und lehrt Musik, Tanz und afrikanische Kultur. Virginia Mukwesha gibt Konzerte in Afrika und Europa, u.a. in der Royal Festival Hall, London Waldbühne, Haus der Kulturen der Welt, Quasimodi, alle Berlin, Frankfurter Buchmesse In Clubs, Krankenhäusern Stadien, Galerien, Botschaften und Firmen.

2002 veröffentlichte Virginia mit "Nzira" (Wege) ihr Mbira-Soloalbum ("her best album" Jon Lusk). Es präsentiert zum ersten Mal Mbira-Kompositionen, die nicht den spirituellen Tabus gegenüber Frauen unterworfen sind und es ihnen deshalb ermöglichen, 365 Tage im Jahr Mbira zu spielen und zu hören. In dieser neuen künstlerischen Freiheit geht sie soweit, auch Jitimusik auf der Mbira zu spielen. Damit gelingt ihr die Fusion ihrer bis dahin radikal unterschiedlichen Musikstile Mbira & Jiti. "Nzira" wurde in Zimbabwe zum Bestseller und machte Virginia Mukwesha in ihrem Heimatland zum Star.

Ein neues Album namens "Haundizive" ist in Vorbereitung (Stand Winter 2005). Es heisst übersetzt "Ihr kennt mich nicht" und bietet auf der Basis der Mbira zahlreiche Überraschungen...

Bei Interesse würde Ich mich freuen von Ihnen zu hören.

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