Bei
den Studioaufnahmen seiner CD "Sababu man dogo" wollten
sich die anwesenden Musiker vergewissern, ob er wirklich nur zwei
Hände hat und allein spielt. Das war vor drei Jahren. Mittlerweile
ist Mamadou Diabate ein fester Bestandteil der österreichischen
Musikszene. Im November 2006 erscheint seine vierte CD Kamalenya.
Er stellt sie mit vielen Freunden in Joe Zawinuls Birdland vor.
Dazwischen
liegen ausgiebige Tourneen mit Sigi Finkels African Heart (www.sigifinkel.com),
zahlreiche Projekte mit namhaften PerkussionistInnen u.a. in Rudolstadt,
die Zusammenarbeit mit den indonesischen Gamelanmeistern von Sambasunda,
ein umjubelter Auftritt bei Glatt und Verkehrt in Krems 2006 und
viele viele kleine und große Auftritte in unterschiedlichen
Formationen.
Das aktuelle Projekt betitelt sich Perkussionmania.
Der Rhythmus aus Burkina Faso dargeboten mit unbändiger Energie
und Spielfreude.
Darüber
hinaus lebt das Afro-Jazz Projekt Bekadiya weiter. Der
Ausnahme-Balafonist, Djembe-Spieler und Komponist Mamadou Diabate
wagt mit seinem Ensemble Bekadiya den Sprung von der perkussiven
Tradition seiner Heimat Burkina Faso hin zu neuen, ebenso tanzbaren
wie zeitgemäßen Tönen. Er integriert Trompete, Posaune,
Schlagzeug, und Kontrabass in sein Rhythmus-Konzept und baut somit
eine äußerst attraktive und einzigartige Brücke
zwischen europäischen und traditionell westafrikanischen Musikkonzepten.
Mamadou Diabate ist ein Meister in der Kunst des "sprechenden
Balafons", einer Art Kalebassen-Xylophon über das ohne
Sprache kommuniziert werden kann. Mittels seiner unterhaltsamen
Musiksprache gelingt es Mamadou seinem Publikum Einblick in die
Musiktraditionen seiner Heimat, insbesondere in die Musik der Sambla,
zu gewähren. Gemeinsam mit Bekadiya bürgt Mamadou Diabate
für Musikkultur auf höchstem Niveau und drückt eine
enorme Bandbreite an Stimmungen aus: von melancholischem Heimweh
bis hin zu überschwänglicher Lebensfreude.
Im Duo mit Saxofonist Sigi Finkel wird weiterhin das Wechselspiel
und die Improvisationskunst unter Beweis gestellt.
Und
das ist noch nicht alles!
In Vorbereitung ist ein Konzert der Sonderklasse. Mit dem Koravirtuosen
Mamadou
Diabate aus Mali wird das Feuer westafrikanischer
Musiktradition jeden Tag aufs Neue entfacht. (coming soon)
Burkina Faso, eines der wirtschaftlich ärmsten Länder
dieser Welt, ist Schwerpunktland der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit.
Mamadou Diabate engagiert sich für die Verbesserung der Lebensverhältnisse
in seiner Region und plant die Einrichtung einer Musikschule in
Bobo Dioulasso.
18 Musiker reisen mit 56 Instrumentenkoffern an, mit Gongs,
Glockenspielen, Bambusorgeln, Metallophonen, Spießgeigen,
Oboen u.v.m. Das Gamelanorchester Samba Sunda kommt aus Bandung,
dem Zentrum Westjavas, wo längst die traditionelle Lebensweise
mit westlichem Lebensstil verschmolzen ist. Samba Sundas Musik basiert
jedoch auf einheimischen Schlaginstrumenten und mehreren Traditionen:
dem für westliche Ohren besonders exotisch klingenden javanesischen
und balinesischen Gamelan, dem tänzerischen jaipong, der ursprünglichen
Volksmusik der Insel, gespielt auf Bambusinstrumenten, und dem kroncong
Djakartas und regionalen Einflüssen. Diese betont perkussive
Mischung legt es nahe, auch Elemente aus ganz anderen entfernten
Kulturen zu integrieren. Timbales unterstützen Salsa- und Sambarhythmen,
oder westafrikanische Djembes verstärken Xylophone, die sich
von Asien nach Afrika ausgebreitet haben. Eine der unzähligen
Varianten ist das Balaphon, das heute noch den traditionellen Geschichtenerzählern
als Begleitinstrument dient. Mamadou Diabate aus Burkina Faso ist
einer der Meister dieses Instruments. Auch in Europa haben Xylophone
eine lange Tradition, das urtümlichste und eigenständigste
davon ist wohl die baskische Txalaparta. Zwei einander gegenüber
stehende SpielerInnen lassen zwei dicke Holzklöppel von oben
auf Holzplanken, Metallrohre oder Steinplatten fallen und erzeugen
damit Rhythmen, die unterschiedliche Bedeutungen haben und Botschaften
vermitteln. Die Schwestern Maika und Sara Gomez sind die heute bekanntsten
Txalapartari.
(glattundverkehrt)
Mamadou
Diabate, der aus einer Jeli-Familie in Burkina Faso stammende Balafon-Virtuose,
lebt seit 2000 in Österreich und versucht die Kultur seines
Volkes, der Sambla, bekannt zu machen. Gemeinsam mit Louis Sanou
begeisterte er auf den mit Kürbisresonatoren (Kalebassen) bestückten
Xylofonen. Musik von unglaublicher Stärke erwuchs aus der Wiederholung
rhythmischer Muster, die durch das virtuose, mit neueren Techniken
verknüpfte Spiel Diabates gleichsam zu reden schienen. Karim
Sanou verstärkte mit den Basstrommeln Dundun und der kleinen
Trommel Baara gekonnt das rhythmische Element und der "andere",
in New York lebende Mamadou Diabate, ein Namensvetter aus Mali,
faszinierte das heftig applaudierende Publikum mit Kunstfertigkeit
auf der Kora, der 21-saitigen Harfenlaute." - Michael Wruss
über das Konzert im Linzer Brucknerhaus (OÖ Nachrichten,
04.März.2006)